Octavia Butler - Die Parabel vom Sämann
Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen (ich sehe in den Buchhandlungen immer wieder die Neuerscheinungen im SF Bereich durch und lese dabei ein, zwei Seiten an), habe aber bis jetzt erst die erste Hälfte des Buches gelesen.
Ich mag den Tagebuchstil, der ohne eine komplizierte Sprache auskommt. Ich mag ihren "Realismus". Den Figuren werden weder falschen happy ends geschenkt, noch wird ihnen etwas willkürlich weggenommen, nur um die Handlung voranzutreiben. Und ich mag ihre philosophich-theologischen Gedanken vor ihren Kapiteln, in denen sie den Grundkonflitk, den sie im Buch beschreibt, noch einmal auf eine andere Weise bearbeitet.
Ihre dystopische Welt, die von den Folgen des Klimawandels erzählt, handelt in unserer heutigen Jetztzeit (das Buch ist schon etwas älter), was einen auf der einen Seite hoffnungsfroh macht (so schlimm sieht unsere Welt im Moment noch nicht aus), auf der anderen Seite aber auch beklemmend ist, weil die von ihr beschriebene Zukunft uns an manchen Stellen erschreckend nahe rückt.
Paul